S&D Fraktion: Neues Hilfspaket macht EU zum Spitzenreiter bei der humanitären Hilfe für Bildung in Notsituationen

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Die Sozialdemokratische Fraktion (S&D) im Europäischen Parlament begrüßt die Entscheidung der EU-Kommission, ein humanitäres Hilfspaket in Höhe von 52 Millionen Euro zu verabschieden, das speziell auf Bildungsprojekte für Kinder in Notsituationen im Jahr 2016 ausgerichtet ist.

Gianni Pittella, Vorsitzender der S&D Fraktion, dankte dem zuständigen EU-Kommissar Christos Stylianides für sein Engagement und erklärte:

„Europa ist bei der humanitären Hilfe weltweiter Spitzenreiter, und die Sozialdemokratische Fraktion ist im Europäischen Parlament führend bei der Förderung dieses Ziels. Unsere EDUCA-Kampagne wurde ins Leben gerufen, um Druck dafür zu machen, dass der für die Bildung bereitgestellte Betrag im EU-Budget für humanitäre Hilfe von 1% auf 4% vervierfacht wird.

Jetzt fordern wir die internationalen Geber auf, in die gleiche Richtung hin zu arbeiten. Wir werden sie beim bevorstehenden Humanitären Weltgipfel im Mai in Istanbul aufrufen, mindestens 4% der Mittel für humanitäre Hilfe für Bildung in Notsituationen bereitzustellen.

Diese neuen EU-Mittel werden über 2,3 Millionen Kinder in 42 Ländern auf der ganzen Welt unterstützen und auf Regionen ausgerichtet sein, wo das Risiko für Kinder höher ist, dass sie nicht zur Schule gehen können oder dass ihre Bildung abgebrochen wird: der Nahe Osten, vor allem Syrien und der Irak; Ost-, Zentral und Westafrika; Asien; die Ukraine; Zentralamerika und Kolumbien.“

Enrique Guerrero, Vizevorsitzender der S&D Fraktion, sagte:

„Mit diesem Schritt wird die EU den 250 Millionen Kindern, die in von Konflikten betroffenen Gebieten leben, und den Millionen, die Flüchtlinge sind oder in Drittstaaten vertrieben wurden, Mittel und Hoffnung geben. Wir bringen hochwertige Bildung und die Chance, mehr zu lernen, größere Träume zu träumen und nach Höherem zu greifen – für die Verletzlichsten unserer Gesellschaft: die Kinder.

Die Völkergemeinschaft muss die Macht der Bildung unterstützen und darf sie niemals unterhöhlen. Bildung bringt Veränderung und Gleichheit; sie sichert Demokratie; sie hilft, Armut zu verringern und nachhaltige Entwicklung zu stärken; vor allem aber hat sie die Macht für Widerstandsfähigkeit, Wohlstand und zur Beendigung von Konflikten.“

Linda McAvan, sozialdemokratische Vorsitzende des Entwicklungsausschusses im Europäischen Parlament, fügte hinzu:

„Menschen, die gezwungen sind, wegen einer humanitären Notsituation aus ihrer Heimat zu fliehen, verbringen derzeit durchschnittlich 17 Jahre ihres Lebens in einem Flüchtlingslager. Es ist unerlässlich, dass Kindern, die sich in solchen Situationen befinden und – wie derzeit drei Millionen syrische Kinder – aufgrund eines Krieges nicht zur Schule gehen können, der Zugang zu Bildung während Konflikten garantiert werden kann. Die heute von der EU versprochenen Finanzmittel sind ein positiver Schritt zur Schließung der Finanzierungslücke bei der Bildung und zur Bereitstellung von Bildung in Konflikten.“

Silvia Costa, sozialdemokratische Vorsitzende des Kultur- und Bildungausschusses, sagte:

„Bildung darf in einer Notsituation nicht als zweite Phase gedacht werden. Sie ist eine langfristige Investition für die Zukunft einer ganzen Generation. Die Ankündigung der Kommission, 52 Millionen Euro für Bildung in Notsituationen bereitzustellen, ist ein positiver Schritt. Bildung und erzieherische Unterstützung gehören untrennbar zur Hilfe für Kinder in Notsituationen und in Flüchtlingslagern. Sie sind ein wirkungsvolles Instrument psychologischer Beruhigung und helfen, jegliche Art von Ausbeutung und Konflikt zu verhindern. Zudem sind sie ein gutes Beispiel dafür, wie wir helfen können, Familien und ihre Kinder zu integrieren.

Eine Verdoppelung des Anteils der Jugendlichen, die eine Sekundarschulbildung erreichen, von 30% auf 60% könnte das Risiko des Auftretens von Konflikten halbieren. Eine hochwertige Bildung allein mag nicht ausreichend sein, um den Extremismus zu bekämpfen, kann aber eine wichtige Rolle dabei spielen, zu verhindern, dass Jugendliche von extremistischen Gruppierungen rekrutiert werden.“