S&D Fraktion gratuliert LUX-Filmpreis-Gewinner Sami Blood – ein Film über Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

S&Ds congratulate LUX Prize winner Sami Blood, a film exposing racism and xenophobia

Sami Blood, ein Film der schwedischen Drehbuchautorin und Regisseurin Amanda Kernell, hat den LUX-Preis 2017 des Europäischen Parlaments gewonnen. Der in der faszinierenden Landschaft Lapplands der 1930er Jahre angesiedelte Film thematisiert den Rassismus und die Diskriminierung der indigenen Volksgruppe der Samen in den nordischen Ländern.

 

Petra Kammerevert, sozialdemokratische Vorsitzende des Kulturausschusses im Europäischen Parlament, sagte dazu:

„Der diesjährige Gewinner des LUX-Filmpreises zeigt die faszinierende Kultur der indigenen Volksgruppe der Samen und beleuchtet eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte Schwedens. Der Film setzt ein wichtiges Zeichen gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung von kulturellen und sprachlichen Minderheiten in Europa und trägt diese Botschaft über die Kinoleinwand an das europäische Publikum heran.

In den letzten Jahren haben Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in unterschiedlichen Formen wieder Eingang in die  öffentliche Debatte in Europa gefunden. Sami Blood tritt dieser Entwicklung mit starken Emotionen entgegen und fordert mehr Akzeptanz von kulturellen und sprachlichen Minderheiten. Der Film ist eine eindringliche Botschaft für die kulturelle Vielfalt Europas.“

 

Die Kultursprecherin der S&D Fraktion, Silvia Costa, sagte:

„Durch diese außergewöhnliche Initiative, die das Europäische Parlament 2007 ins Leben rief, und die Hunderte Regisseure, Übersetzer und Fachkräfte in der Branche unterstützt hat, erhielt das europäische Kino die Chance, ein Publikum in verschiedenen Mitgliedsstaaten zu erreichen und sein emotionelles und verbindendes Wesen zu offenbaren.

Durch den LUX-Preis möchten wir unseren Glauben an die Kunst – und insbesondere an das Kino – als Ausdrucksform und als gestaltende Kraft für unser gemeinsames Empfinden unterstreichen. Europäische Kunst kann als eine Art Kulturdiplomatie auch außerhalb der EU verbreitet werden. Gleichzeitig kann sie den Wunsch der Europäischen Union unterstützen, eine aktive Rolle beim Aufbau von Stabilität, Frieden und Entwicklung zu spielen.