Sozialdemokraten fordern entschiedenes und rasches Handeln für Reindustrialisierung Europas

Our unions are right when they call for better protection for our industry, say S&Ds , dumping, #TTIP, trade defence instruments (TDIs), Alessia Mosca MEP, S&D spokesperson on international trade, David Martin,

Die Sozialdemokraten im Europäischen Parlament begrüßten heute den Kommissionsvorschlag „für ein Wiedererstarken der europäischen Industrie“. Die Sozialdemokratische Fraktion fordert seit langem, dass die Kommission die Industrie in den Mittelpunkt ihres Handelns stellt und als sektorenübergreifende Priorität für alle EU-Politikbereiche wie Energie, Innovation, Binnenmarkt und Außenhandel festlegt.

Der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Fraktion Hannes Swoboda sagte dazu:

„Es ist eine gute Initiative, die aber zwei Probleme hat: Sie kommt spät, und es müssen entschiedene Maßnahmen folgen, damit sie nicht nur schönes Gerede bleibt. Eine intelligente Reindustrialisierung Europas muss eine Priorität für die nächste Kommission sein.

Europas Industrie kann nur wettbewerbsfähig sein, indem sie ein hohes Niveau in den Bereichen Bildung, Forschung und Umweltnormen wahrt und unsere Standards niemals senkt.

Die virtuelle und spekulative Wirtschaft ist die wahre Ursache der Krise, und die Lösung wird aus der Realwirtschaft kommen. Die Herausforderung besteht jetzt darin, Europa zu helfen, seine weltweite Führungsposition als Industriemacht zu behaupten, ohne unser Sozialmodell zu opfern. Genau deshalb sind die Rolle der Gewerkschaften und der Dialog mit den Arbeitnehmern wichtige Bestandteile jeder künftigen EU-Maßnahme.

Der andere entscheidende Pfeiler ist der internationale Handel, weil Industriegüter fast 75 Prozent der europäischen Export ausmachen. Die Kommission muss für gleiche Wettbewerbsbedingungen für europäische Produkte sorgen.“

Die sozialdemokratische Vizefraktionsvorsitzende Patrizia Toia sagte:

„Die EU braucht den Einsatz der Kommission als Motor für eine global konkurrenzfähige europäische Industriepolitik. Wir müssen einen ‚Kontrollraum‘ für eine Industrie einrichten, die tief in unseren Regionen verwurzelt ist und unseren Nachbarländern offensteht.

Europa muss einen starken Zusammenschluss zwischen der Fertigungsindustrie und dem Dienstleistungsgewerbe schaffen, der auf Forschung und Innovation gründet. Wir wollen nicht durch Lohnkürzungen konkurrieren, sondern durch Wissen und nachhaltige Lösungen.“

Die EU-Industrie unterstützt jeden dritten Arbeitsplatz, bietet rund 57 Millionen Menschen direkt Beschäftigung und macht rund 80 Prozent der Ausgaben für Forschung und Entwicklung aus.

Die sozialdemokratische Strategie für eine Industriepolitik für das 21. Jahrhundert (in englischer Sprache):
http://www.socialistsanddemocrats.eu/sites/default/files/4184_EN_SD_Indu...