Entwicklungszusammenarbeit & humanitäre Hilfe

Entwicklungszusammenarbeit & humanitäre Hilfe

Weltweit leben rund eine Milliarde Menschen in extremer Armut. Während die Weltgemeinschaft extreme Armut seit 1990 um mehr als die Hälfte verringern konnte, ist sie dennoch nach der jüngsten Wirtschaftskrise in vielen Ländern noch immer Realität.

Die Europäische Union ist der weltweit größte Geber internationaler Hilfe. Die S&D Fraktion drängt die EU, ihre globale Führungsrolle und ihr starkes Engagement für Entwicklungsprogramme und wirksame humanitäre Hilfe beizubehalten. Wir arbeiten hart, um sicherzustellen, dass alle EU-Strategien – interne und externe – mit diesen Zielen im Einklang stehen. Dies betrifft Bereiche wie Landwirtschaft und internationalen Handel und erfolgt durch Maßnahmen wie die Rückverfolgbarkeit von Konfliktmineralien und sozial verantwortliche Praktiken in der Bekleidungsbranche. Es ist unsere Pflicht, eine Zukunft zu bauen, in der niemand zurückgelassen wird.

Die oberste Priorität der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Europäischen Parlament auf dem Gebiet der Entwicklungspolitik ist das Erreichen der Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bis 2030, insbesondere die Beseitigung von weltweiter Armut und von Ungleichheiten. Die 17 Ziele wurden in Transforming Our World – the 2030 Agenda for Sustainable Development dargelegt und sind heute die treibenden Kräfte der EU Entwicklungspolitik in Form von wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Zielvorgaben für inner- und außerhalb der Union.

Der Konsens über die Entwicklungspolitik ist der Rahmen für die EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung. Wenn wir echte Fortschritte zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele sehen möchten, müssen wir unsere Politik durch den Europäischen Konsens über die Entwicklungspolitik gestalten. So können wir darlegen wie wir Ungleichheiten beenden wollen und neue radikale Programme zur Erreichung dieser Zielvorgaben vorschlagen.

Wir haben heute andere Prioritäten und Schwierigkeiten als in der Vergangenheit. Aber wir müssen ganz deutlich betonen, dass die Rolle der Entwicklungspolitik in erster Linie darin besteht, Armut zu bekämpfen und so die Grundursachen globaler Herausforderungen wie Migration und Instabilität anzugehen.

Bildung spielt eine Schlüsselrolle bei der Beseitigung von Armut und Ungleichheit sowie bei der Verhinderung von durch Menschen verursachten humanitären Krisen.

Weltweit können 75 Millionen Kinder aufgrund von Notsituationen nicht zur Schule gehen, dennoch werden nur 2% der weltweiten humanitären Hilfe für Bildung bereitgestellt.

Die S&D Fraktion hat sich mit ihrer EDUCA-Kampagne stark dafür eingesetzt, Bildung in Konflikten zu einer internationalen Priorität zu machen. Die EU hat beschlossen, 6% ihres Budgets für humanitäre Hilfe im Jahr 2017 für die Finanzierung von Bildungsmaßnahmen für Kinder in Konfliktsituationen bereitzustellen.

Diese Zusage bedeutet, dass bereits über vier Millionen Kinder in 47 Ländern Zugang zu Bildung erhalten haben.

Die Mitglieder der S&D Fraktion werden weiterhin mehr Maßnahmen fordern, um den Zugang zu Bildung für alle zu gewährleisten.