• Progressives4Climate – unser Aufruf zu wirklichen Taten gegen den Klimawandel

    In Europa spüren die Menschen bereits die Folgen der Erderwärmung, und in den Entwicklungsländern ist der Klimawandel für Millionen Menschen eine verheerende Realität. Der Klimawandel ist real und muss eine unserer höchsten Prioritäten sein – für das Wohl künftiger Generationen.

    Die Pariser Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP21) im Dezember 2015 war ein internationaler Meilenstein und für uns ein Schwerpunkt für intensive Aktivitäten.

    Die europäischen Sozialdemokraten haben progressive Politiker und Bürger aus ganz Europa zusammengebracht, um für ein ehrgeiziges, universelles, dynamisches und rechtlich verbindliches Abkommen Druck auf die Staats- und Regierungschefs auszuüben. Zudem haben wir in Paris einen Jugend-Klimagipfel sowie den Wettbewerb #1Video4Climate veranstaltet, um der Jugend die Chance zu geben, ihre Ansichten zum Ausdruck zu bringen und den nach Paris gekommenen Spitzenpolitikern eine eindringliche Botschaft zu übermitteln. Die Ergebnisse beider Aktivitäten können Sie weiter unten sehen.

    Gleichzeitig hat die Sozialdemokratische Partei Europas ein Treffen in Paris abgehalten, bei dem die Spitzen der Sozialisten und Sozialdemokraten aus ganz Europa das EU-Verhandlungsteam aufforderten, auf rechtlich verbindliche und ehrgeizige Zielvorgaben für die Senkung der Emissionen zu drängen. Das Ergebnis waren die untenstehenden 21 progressiven Vorschläge für COP21.

    Die im Jahr 2015 erreichte Vereinbarung war ambitioniert und übertraf viele Erwartungen. Wenn aber die politische Dynamik nicht gewahrt wird, werden wir die Zielvorgaben verfehlen, und unser Planet wird nicht wiedergutzumachende Schäden erleiden. Daher werden wir unsere Kampagne fortsetzen und weiter für eine ehrgeizige Klimastrategie in Europa und für verstärkte internationale Verpflichtungen und Zusammenarbeit kämpfen.

    Kämpfen Sie mit und verfolgen Sie unsere laufende Kampagne auf Twitter @Theprogressives.

21 progressive Vorschläge für COP21

Im Vorfeld der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Paris im Dezember 2015 haben die SPE-Spitzen am 21./22. Oktober ein Treffen in Paris mit dem französischen Premierminister Manuel Valls als Gastgeber abgehalten. Die 21 Vorschläge wurden am 9. Oktober vom SPE-Vorstand angenommen und am 21. Oktober in Paris von den SPE-Parteivorsitzenden verabschiedet.

„Wir, die europäischen Sozialisten und Sozialdemokraten, fordern dringend ein ehrgeiziges, dynamisches und rechtlich verbindliches Abkommen beim COP21, um eine nachhaltige Zukunft für uns alle zu sichern.

 

Das Pariser Abkommen 2015: verbindlich, universell und dynamisch

  1. streben ein universelles und verbindliches internationales Abkommen an, das von allen Parteien ausgehandelt und akzeptiert wird, und das für alle Parteien gültig ist. Es sollte alle Länder auf messbare Minderungszusagen verpflichten und darauf abzielen, unterschiedliche Sichtweisen zu überbrücken, um ein gemeinsames Vorgehen zu beschleunigen. Das Abkommen sollte rechtskräftig werden, sobald die Länder, auf die eine große Mehrheit der weltweiten Emissionen entfällt, zugestimmt haben, spätestens aber im Jahr 2020.
  2. fordern ein dauerhaftes, dynamisches Klimaabkommen mit einem Mechanismus für eine regelmäßige Überprüfung – alle fünf Jahre – in Verbindung mit einem soliden Mechanismus für die kontinuierliche Verstärkung der nationalen und kollektiven Zusagen gemäß dem neuesten Stand der Forschung und den wachsenden Verantwortlichkeiten und Möglichkeiten. Ein derartiger Mechanismus sollte auf den Grundsätzen Transparenz, Teilhabe und Rechenschaftspflicht mithilfe internationaler Rechtsvorschriften für die Überwachung, Berichterstattung und Prüfung individueller Eindämmungs-, Anpassungs- und Finanzierungsbemühungen basieren, wie im Abkommen von Paris festgelegt. Die Überwachungs-, Berichterstattungs- und Prüfungsverfahren sollten die Teilnahme nichtstaatlicher Akteure und des Zwischenstaatlichen Expertengremiums für Klimaveränderungen (IPCC) ermöglichen. Wir fordern die Schaffung einer internationalen, unabhängigen Agentur nach dem Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC), die die Aufgabe hätte, sicherzustellen, dass die Überwachungs-, Berichterstattungs- und Prüfungsprozesse nach einheitlichen oder zumindest vergleichbaren Normen wirksam durchgeführt und bewertet werden.
  3. der Tatsache, dass einige Länder, Personengruppen und Gemeinschaften bereits von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind, müssen die Anpassungsmaßnahmen und die Bemühungen zur Eindämmung der erlittenen Verluste und Schäden einen wichtigen Pfeiler des neuen Abkommens darstellen. Wir fordern alle Parteien auf, Maßnahmen und Pläne für die Anpassung an den Klimawandel auszuarbeiten und umzusetzen.
  4. Wir, die Europäischen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, ermutigen alle Parteien des Pariser Abkommens, sich sowohl gemeinsam als auch einzeln zum Ziel der schrittweisen Einstellung der durch Menschen verursachten Treibhausgasemissionen sowie zu einem gemeinsamen Ziel zur Verringerung der Treibhausgase im oberen Bereich von 40%-70% bis zum Jahr 2050 im Vergleich zu 2010 zu verpflichten, wie vom IPCC empfohlen. Alle Länder sollten das Ziel einer Begrenzung der Erderwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau bekräftigen. Die Möglichkeit, den weltweiten Temperaturanstieg auf durchschnittlich 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, sollte geprüft werden. Um diesem Entkarbonisierungsziel Glaubwürdigkeit zu verleihen, sollte jedes Land einen nationalen Weg zur Entkarbonisierung entwickeln, der zu diesem Ziel führt. Dabei sollten alle Länder tatsächlich mit der allmählichen Abschaffung der Subventionierung fossiler Brennstoffe beginnen und die Desinvestition der fossilen Energieträger auf nationaler Ebene einleiten.
  5. Das Abkommen von Paris muss einen Wendepunkt darstellen und die globale Gesellschaft und unsere Gewohnheiten grundlegend verändern. Das bedeutet eine neue Denkweise, die widerspiegelt, wie die Ressourcen, die biologische Vielfalt und die Umwelt trotz wachsender Bevölkerung geschützt werden können.

Die Europäische Union: Vorbild und Vorreiter beim internationalen Klimaschutz

  1. Lange Zeit haben wir uns für Politiken eingesetzt, die es der EU ermöglicht haben, die wirtschaftliche Entwicklung mit Erfolg von den Treibhausgasemissionen zu entkoppeln und einen grundlegenden Übergang zu einer nachhaltigeren, kohlenstofffreien Wirtschaft auf der Grundlage von erneuerbaren Energiequellen und Energieeffizienz zu vollziehen, die neue Möglichkeiten für Wachstum, Business und Beschäftigung eröffnet und gleichzeitig die Abhängigkeit von Energieimporten verringert. Daher kann und sollte die EU bei COP21 als Vorbild und Vorreiter agieren und dabei mit einer Stimme sprechen und Einigkeit demonstrieren, um auf dem Weg zum Abschluss einer internationalen Vereinbarung voranzuschreiten.
  2. Damit die EU bei den internationalen Klimaverhandlungen ein glaubwürdiger Vorreiter und Vermittler bleibt, werden wir uns weiter bemühen, alle Maßnahmen und rechtlichen Rahmenbedingungen auf europäischer und nationaler Ebene den Klimaschutzzielen anzupassen, um die Klimaschutzmaßnahmen effizienter zu machen und den Investoren Zeichen zu geben, um sie zu Innovationen und kohlenstoffarmen Investitionen anzuregen. Wir bemühen uns zudem, auch die internationalen Politiken, ordnungspolitischen Rahmenbedingungen und Institutionen auf diese Ziele auszurichten. Die Europäische Union sollte ihre Anstrengungen zur Verhinderung der weltweiten Entwaldung verstärken. Die Landwirtschaftspolitik der EU und ihrer Mitgliedsstaaten sollte die Verschwendung von Lebensmitteln und Transporte mit einer hohen CO2-Bilanz verhindern und die lokale Erzeugung und den lokalen Verbrauch fördern.
  3. Um ihre Vorreiterposition beim Klimaschutz zu wahren, fordern wir die EU auf, ihr Klimaziel für 2030 als ein Mindestziel zu betrachten. Nach COP21 sollte die EU ihre eigenen aktuellen Ziele zur Verringerung der Treibhausgasemissionen (um mindestens 40% bis zum Jahr 2030 gegenüber 1990) ebenso erhöhen wie ihre Zielvorgaben für erneuerbare Energien und für die Energieeffizienz.
  4. Wir, die Europäischen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, arbeiten auf die Schaffung einer progressiven Europäischen Energieunion hin, die den raschen und fairen Übergang zu einer nachhaltigen und kohlenstofffreien Wirtschaft auf der Basis verbindlicher Zielvorgaben für erneuerbare Energiequellen, Energieeffizienz und die Verringerung des Energieverbrauchs begünstigt. Wir werden effektiv die Verwendung fossiler Brennstoffe und alle umweltschädlichen Subventionen bis 2020 schrittweise einstellen. Die Umgestaltung Europas zu einer Kreislaufwirtschaft, die die Verschwendung von Ressourcen verhindert und sie stattdessen wiederverwendet, wird zu diesem Ziel beitragen.
  5. Wir fordern eine ehrgeizige Reform des Europäischen Emissionshandelssystems (EHS), um dieses Instrument zu einem Hauptpfeiler der europäischen Klimapolitik nach 2020 zu machen. Diese Reform sollte das Problem möglicher Verlagerungseffekte („Carbon Leakage“) angehen, den energieintensiven Industrien beim Übergang zu einer kohlenstoffarmen Produktionsweise helfen und direkt oder indirekt Forschung und Innovation im Bereich der kohlenstoffarmen Technologien fördern. Ein stabileres und effizienteres EHS wird langfristige Investitionen in umweltfreundliche Industrien ermutigen und andere Regionen der Welt dazu anregen, ähnliche kosteneffiziente Mechanismen als Motor für eine schrittweise und nachhaltige Entkarbonisierung ihrer Wirtschaft einzuführen. Zusätzlich zum Emissionshandelssystem, und um diese Entkarbonisierung sicherzustellen, fordern wir die Einführung eines europäischen Systems der Kohlendioxidbesteuerung, das den Preis für Kohlendioxid auf über 50 Euro pro Tonne bis 2020 und auf 100 Euro pro Tonne bis 2030 festlegt. Diese Maßnahmen sollten von nicht marktbasierten Instrumenten begleitet werden, wie beispielsweise Normen, Regeln und öffentliche Vorschriften, angepasste industriepolitische Maßnahmen, öffentliche Investitionen und Anreize.
  6. Da das Paris-Abkommen nach 2020 wirksam wird, fordern wir die EU-Mitgliedsstaaten auf, den zweiten Verpflichtungszeitraum des Kyoto-Protokolls zügig zu ratifizieren, um das Inkrafttreten der Doha-Änderung des Kyoto-Protokolls zu erleichtern und die klimapolitischen Zielsetzungen für den Zeitraum vor 2020 zu verstärken. Das wäre ein starkes Zeichen in Bezug auf das Bekenntnis der EU und ihrer Mitgliedsstaaten zu einem auf Regeln basierenden multilateralen System zur Bekämpfung des Klimawandels auf internationaler Ebene.
  7. Wir werden innerhalb der Europäischen Union Politiken fördern, die der Welt beweisen, dass Klimaschutz und die gesellschaftliche Entwicklung Hand in Hand gehen. Wir werden den Europäischen Fonds für Strategische Investitionen mobilisieren und das volle Potenzial zur Schaffung von Arbeitsplätzen im Umweltbereich fördern, das der Übergang zur kohlenstoffarmen Wirtschaft bietet. In enger Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern werden wir in die berufliche Bildung investieren, um einen gerechten Übergang zu organisieren, der diejenigen, deren Arbeitsplätze bedroht sind, beispielsweise in den Sektoren fossile Energieträger, Landwirtschaft oder Tourismus, dabei unterstützt, eine neue Beschäftigung in den kohlenstoffarmen Industrien zu finden. Durch eine Überprüfung der Energiegesetzgebung werden wir die Energiearmut bekämpfen und zeigen, dass sichere und saubere Energie für alle erschwinglich sein kann. Wir werden sicherstellen, dass der Schutz besonders verletzlicher Gruppen wie Kinder, Personen mit Behinderungen, Ältere, Kranke und Menschen mit niedrigen Einkommen bei den Maßnahmen zur Anpassung an den Klimaschutz und bei den Notfallplänen für extreme Wetterbedingungen angemessen berücksichtigt wird. Wir müssen in die Teilhabe von Frauen an „grünen Jobs“ investieren. Das muss ein Beitrag zu unseren Kampf gegen Ungleichheiten sein, wie beispielsweise das Lohngefälle oder der Zugang zu Bildung und Beschäftigung.

Finanzierung des Klimaschutzes: Förderung globaler Investitionen für belastbare, kohlenstoffarme Wirtschaften

  1. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten sollten sich auf die Ausarbeitung und Umsetzung eines Fahrplans verständigen, um auf internationaler Ebene die vorhersehbaren, neuen und zusätzlichen Mittel für die Finanzierung des Klimaschutzes für den Zeitraum bis 2020 und danach zu erhöhen. Im Einklang mit den bestehenden Verpflichtungen muss die EU ihren jährlichen Anteil von 100 Milliarden US-Dollar bis 2020 im Rahmen des Grünen Klimafonds beisteuern. Dieser Betrag wird aus einer Vielzahl von Quellen kommen: öffentliche und private, bilaterale und multilaterale sowie auch alternative Finanzierungsquellen. Zudem muss sich die Europäische Union an der Schaffung eines Mechanismus beteiligen, der die Transparenz und die Überwachung erleichtern soll.
  2. Die Entwicklungsbanken, einschließlich der Europäischen Investitionsbank und der nationalen Investitionsbanken, müssen Fahrpläne für Klimainvestitionen erstellen. Dabei sollen sie jegliche finanzielle Unterstützung für fossile Brennstoffe ausschließen und präzisieren, wie sie zur Einhaltung des Zwei-Grad-Celsius-Ziels beizutragen gedenken, das die Völkergemeinschaft beschlossen hat. Ihre Beiträge sollten von multilateralen, regionalen und bilateralen Entwicklungsbanken beaufsichtigt werden. Ein internationaler Mechanismus für Finanztransaktionssteuern kann auch den Klimaschutz und die nachhaltige Entwicklung finanzieren.
  3. Um weltweit Anreize zur Entkarbonisierung der Wirtschaft zu schaffen und Carbon-Leakage zu vermeiden, fordern wir alle Parteien auf, Preisgestaltungsmechanismen für Kohlendioxid einzurichten, sei es durch einen Mechanismus mit Höchstgrenzen und Handel, durch Besteuerung oder durch eine Kombination von beiden, um weltweit faire Kohlenstoffpreise festzulegen und gleiche Wettbewerbsbedingungen für die Exportindustrien auf dem Weltmarkt zu gewährleisten. Derartige Mechanismen sollten auch zusätzliche Einnahmen bringen, die in Maßnahmen zur Minderung der Klimaauswirkungen und zur Anpassung an den Klimawandel investiert werden könnten.
  4. Die Finanzakteure sollten ihre Investitionsströme umleiten, um einen wirklichen Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft sicherzustellen. Bis 2020 sollten mindestens 10% der traditionellen Portfolios umweltfreundlichen Wirtschaftsprojekten gewidmet sein. Für öffentliche Anlagefonds sollten höhere Zielvorgaben in Betracht gezogen werden. Die EU braucht Finanzregelungen, die dieses Ziel unterstützen, unter anderem durch die Annahme von Regeln für die Bereitstellung und Bewertung transparenter Informationen darüber, wie stark finanzielle Investitionen dem Kriterium der Kohlenstoffintensität und den Klimarisiken ausgesetzt sind. Die Kreditratingagenturen sollten die Risiken von Fehlinvestitionen in kohlenstoffintensive Vermögenswerte stärker berücksichtigen.

Nord-Süd-Kooperation: weltweite Solidarität, um die Menschen vor Klimarisiken zu schützen

  1. Die Auswirkungen des Klimawandels auf arme und gefährdete Gemeinschaften sind unbestreitbar. Wir begrüßen die Annahme eines spezifischen nachhaltigen Entwicklungsziels für den Klimawandel im Rahmen der Entwicklungsagenda der Vereinten Nationen für die Zeit nach 2015. Wir werden uns für eine EU-Politik der Entwicklungszusammenarbeit einsetzen, die die Risiken für die Entwicklung und die Beseitigung der Armut, die vom Klimawandel ausgehen, voll anerkennt, und die den Entwicklungsländern hilft, diese Gefahren abzuwenden. Wir werden die Umsetzung der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung und ihre 17 Nachhaltigen Entwicklungsziele vorantreiben. Der rechtliche Status von Klimaflüchtlingen und ihr Recht auf Schutz sollten im Rahmen der Genfer Flüchtlingskonvention erörtert werden.
  2. Ein neues Wirtschaftsmodell ist möglich. Wir glauben, dass wirtschaftliches Wachstum, die Verringerung der Armut, eine nachhaltige Entwicklung und der Kampf gegen die Erderwärmung zusammen erreicht werden können und müssen. Um Frauen und Männern gleichberechtigten Zugang zu einer nachhaltigen Entwicklung zu gewährleisten, werden stärkere Umsetzungsinstrumente erforderlich sein, um den schwächsten Ländern zu helfen, sich an den Klimawandel anzupassen und mit den Verlusten und Schäden zu leben, die durch die Auswirkungen der globalen Erwärmung verursacht werden. Deshalb fordern wir mehr finanzielle und technologische Solidarität, einschließlich der wirtschaftlichen Emanzipation der Frauen als Priorität.
  3. Das Abkommen von Paris sollte festlegen und sicherstellen, dass der Klimaschutz auf partizipativen Ansätzen beruht, die auf der Gleichberechtigung der Geschlechter und auf den Rechten jeder und jedes Einzelnen basieren, und dass er Klimaauswirkungen angeht, um vor allem arme und schutzbedürftige Personen und Gemeinschaften zu unterstützen. Wir streben eine EU-Politik der Entwicklungszusammenarbeit an, die solch einen Ansatz umfasst.

Beteiligung der Betroffenen: Einbindung der Partner beim Klimaschutz über die Regierungen hinaus

  1. Unser Kampf für eine nachhaltigere Gesellschaft beginnt auf der lokalen Ebene. Das örtliche Know-how in Verbindung mit Innovationsfreude und Kreativität sowie das Vertrauen und die Nähe der Personen auf dieser Ebene können ein Klima der Veränderung begünstigen. Deshalb begrüßen wir die Initiativen von Tausenden von Städten in Europa – beispielsweise der Konvent der Bürgermeister oder die Erklärung von einigen der größten Städte Europas, angeführt von der Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo (Sozialistische Partei), sich aus kohlenstoffintensiven Industrien und Dienstleistungen zurückzuziehen – und in der ganzen Welt, um ambitionierte Klimaschutzpolitiken zu verfolgen. Wir wollen, dass die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und die regionalen Akteure im gesamten Verlauf des COP21-Verfahrens angehört werden. Wir, die Europäischen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, unterstützen nachdrücklich die Bemühungen des Konvents der Bürgermeister, die Gemeinschaften nachhaltiger und klimaresistenter zu machen, und wir kämpfen für eine Investitionsagenda, die die Städte und Regionen bei diesem Unterfangen unterstützt.
  2. Wir fordern alle öffentlichen Akteure von der lokalen bis zur nationalen Ebene auf, sich zu einem Plan für die Verringerung der Treibhausgasemissionen für den Zeitraum 2015-2020 zu verpflichten, der die Bürgerinnen und Bürger, die Zivilgesellschaft, die Gewerkschaften, die nichtstaatlichen Organisationen, die Hochschulen und die Unternehmen miteinbezieht. Angesichts der wirtschaftlichen Vorteile, die sich aus einer frühzeitigen Durchführung einer Politik der Senkung der Kohlenstoffemissionen ergeben, ermutigen wir diese Akteure auch, ein Emissionsreduktionsziel für diesen Zeitraum festzulegen. Wir unterstützen den Lima-Paris-Aktionsplan als eine gute Plattform, die es nichtstaatlichen Akteuren ermöglicht, ihre eigenen Verpflichtungen in Sachen Klimaschutz zu unterbreiten.

#1Video4Climate

Im Vorfeld der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Paris im Dezember 2015 haben wir Sie aufgerufen, an der Kampagne teilzunehmen, um den Klimawandel weltweit auf die Tagesordnung zu setzen. Und wir haben einige tolle Antworten erhalten!

Hier ist eine Auswahlt der besten Videos, die zeigen, warum der Klimawandel – für Sie – wichtig ist!

Lesen Sie die vereinbarten 21 progressiven Vorschläge.

Paris, 21.-22. Oktober 2015

Anmeldung für die Teilnahme an den Veranstaltungen unter 21octobre@parti-socialiste.fr.

Mittwoch, 21. Oktober

14h30 Öffnung der Türen & Beginn der Anmeldung

Öffnung der Türen & Beginn der Anmeldung

15h00 – 17h30 FEPS- und FJJ-Seminar

Saal Lavoisier

Begrüßung durch Jean-Christophe Cambadélis, Vorsitzender der Sozialistischen Partei, Vizepräsident der SPE.

Europa und COP21 – die letzte Chance für ein echtes Abkommen!

Eingehende Diskussion in Fortsetzung der Initiative Progressives for Climate; ein genauer Blick auf die Dringlichkeit und Bedeutung echter, progressiver, europäischer Führerschaft, um eine nachhaltige Lebensgrundlage für uns alle zu sichern.

Sprecher:

Michel Aglietta, Ökonom und Berater am CEPII

Pervenche Berès, Mitglied des Europäischen Parlaments

Teresa Ribera, Leiterin des IDDRI

Laura Slimani, Vorsitzende von YES und MJS

 

Moderatoren:

Gilles Finchelstein, Jean-Jaurès-Stiftung

Ernst Stetter, Europäische Stiftung für Progressive Studien (FEPS)

17h40 – 19h15 Unterzeichnungszeremonie der Deklaration ‚21 Progressive Vorschläge für COP21‘

in Anwesenheit von Premierminister Manuel Valls

Saal Lavoisier

Sprecher:

Gianni Pittella, Vorsitzender der S&D Fraktion im Europäischen Parlament

Sergei Stanishew, Vorsitzender der SPE

Manuel Valls, Premierminister Frankreichs

Unterzeichnung der COP21-Deklaration

durch die SPE-Parteichefs

19h15 – 20h00 Empfang

in Anwesenheit von Manuel Valls

Saal 8

Übersetzungen werden in Französisch, Italienisch und Englisch angeboten.

Donnerstag, 22. Oktober

09h00 – 13h00 Networking-Event der Progressiven Jugend für das Klima: Wie kann man den Klimawandel bekämpfen?

La Bellevilloise, 19-21 Rue Boyer, 75020 Paris, Frankreich

Diskussionen mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments, Unternehmern und jungen Vertretern aus ganz Europa.

Sprecher:

Kathleen Van Brempt, Vizevorsitzende der S&D Fraktion

Laura Slimani, YES-Vorsitzende

Matthias Groote, Mitglied des Europäischen Parlaments

Gilles Pargneaux, Mitglied des Europäischen Parlaments

Bart Vercoutere, Geschäftsführer von i-Cleantech Flandern

Govinda Upadhyay, Start-up LED Safari

Sylvain Vanston, Leiter Responsible Business – Corporate Responsibility

Maddy Hodgson, Studentin, Warwick University

Stephan Singer, Direktor Globale Energiepolitik, WWF International

Alien De Deken, Klimaexpertin, Jugendbewegung

Übersetzungen werden in Französisch und Englisch angeboten.

14h30 – 16h00 Treffen mit Axelle Lemaire, Staatssekretärin für Digitale Angelegenheiten

Ici Montreuil, 135 Boulevard Chanzy, 93100 Montreuil, Frankreich

Diskussion über das Zusammenspiel der digitalen und der sozial-ökologischen Transformation.

Arbeitssprache ist Englisch.

 

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