Kadenbach: Bienensterben stoppen

Karin KADENBACH

Bienenkiller Neonicotinoide müssen europaweit verboten werden

Wien (OTS/SK) - "Es besteht kein Zweifel mehr, wie schädlich neonicotinoidhaltige Pestizide für Bienen und Bestäuberinsekten sind. Die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit hat nun bestätigt, dass Neonicotinoide mitverantwortlich für das Bienensterben sind", so Karin Kadenbach, umweltpolitische Sprecherin der Europa-SPÖ. Die EU-Behörde hat heute, Mittwoch, das Risiko bestimmter Insektizide für Bienen bestätigt. ****

Kadenbach fordert von der EU-Kommission ein Verbot der Pestizide, die für die Gesundheit der Bienen und der Bestäuberinsekten so gefährlich ist. "Auch wenn die Pestizid-Lobby versuchen wird, weitere Einschränkungen zu verhindern, muss unser Ziel sein, das Bienensterben zu stoppen. Ich erwarte mir, dass sich Ministerin Köstinger für ein rasches Verbot einsetzt. Denn wenn die Bienen verschwinden, hat das gewaltige Auswirkungen auf uns Menschen. 84 Prozent der Pflanzenarten und somit der Großteil der Lebensmittelerzeugung hängen von der Bestäubung ab. Wir müssen in Europa eine nachhaltige Landwirtschaft fördern, die auch Artenvielfalt auf unseren Äckern garantiert", sagt Kadenbach.

Aktuelle Studien gehen davon aus, dass das weltweite Bienensterben Kosten von 150 Milliarden Euro verursacht. Außerdem gerät auch der Honig unter Druck. "Honig ist weltweit das am dritthäufigsten verfälschte Produkt. Wir müssen dringend Maßnahmen setzen, damit wir den österreichischen Honig und Honig 'made in EU' besser vor gepantschtem Billig-Honig schützen", schließt Karin Kadenbach. Im EU-Parlament stimmen die Abgeordneten morgen für eine Resolution zum Schutz der Bienen und für sicher produzierten Honig ab.
 

Country: 
Austria