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Trotz der Finanzkrise muss die Bekämpfung des Klimawandels eine Priorität bleiben. Eine heute mit der Unterstützung der Sozialdemokraten verabschiedete Entschließung des Europäischen Parlaments fordert die Europäische Union auf, sich ihren internationalen Verpflichtungen zu stellen und beim bevorstehenden UNO-Gipfeltreffen zum Klimawandel Führungsstärke zu zeigen.
 
Die 18. Konferenz der Vertragsparteien (COP 18) des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen findet vom 26. November bis 8. Dezember in Doha (Katar) statt. Dabei steht einiges auf dem Spiel.
 
Dan Jørgensen, S&D Fraktionssprecher für dieses Thema und Mitverfasser der Entschließung, sagte:
 
„Ein neuer Bericht der Weltbank warnt, dass die Temperatur sogar noch stärker ansteigen wird als bisher erwartet. Das zeigt, dass wir jetzt handeln müssen, um eine katastrophale Klimaänderung zu verhindern.
 
Wir können nicht bis 2020 warten, um Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels zu beschließen. Die Wissenschaft sagt uns, dass wir sofort handeln müssen, um den Temperaturanstieg unter zwei Grad* zu halten. Die EU muss darauf dringen.
 
Die Finanzkrise darf keine Ausrede sein, um die Umwelt zu vergessen. Die Natur wartet nicht, und wir laufen Gefahr, das Ziel zu verfehlen, den Anstieg der Temperatur auf höchstens zwei Grad Celsius zu begrenzen.
 
Grünes Wachstum muss eine Strategie sein, um Arbeitsplätze und einen Ausweg aus der Krise zu schaffen.
 
In Europa ist es auch in unserem Interesse, das Klimaschutzziel einer Verringerung der Treibhausgasemissionen um 30 Prozent bis 2020 zu erreichen. Das wird nachhaltiges Wachstum mit zusätzlichen Arbeitsplätzen fördern und uns helfen, unsere Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern.“
 
 
* Bei der Klimakonferenz in Cancún (Mexiko) im November 2010 wurde das Ziel vereinbart, den Anstieg der globalen Oberflächentemperatur im Jahresmittel auf insgesamt höchstens 2 ºC über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.
 
 
Victoria Martín de la Torre
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