Vom 23. bis 26. Mai 2019 haben Menschen wie Sie in ganz Europa ihre Stimme bei den bislang wichtigsten Europawahlen abgegeben. Seit der ersten Wahl im Jahr 1979 ging die Wahlbeteiligung jedes Mal zurück. 2019 haben wir diesen Trend umgekehrt: 50,62% der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. Das ist die höchste Wahlbeteiligung seit 1994. Das zeigt, dass immer mehr Leute sich dafür interessieren, was ihre gewählten Vertreterinnen und Vertreter im Europaparlament beschließen.

Nicht nur die Wahlbeteiligung ist gestiegen. Die Wählerinnen und Wähler haben auch dafür gesorgt, dass mehr Frauen denn je im Europäischen Parlament sitzen. Mit 41% Frauenanteil ist das Geschlechterverhältnis immer noch weit entfernt von dem, was wir uns wünschen. Die Tendenz geht jedoch in die richtige Richtung. Wir müssen mehr tun, um sicherzustellen, dass bei den nächsten Wahlen 2024 mindestens ebenso viele Frauen wie Männer an den Entscheidungen im Europaparlament beteiligt sind, die unser tägliches Leben betreffen. Wir stehen für ein feministisches Europa.

Als größte fortschrittliche Kraft im Europäischen Parlament werden unsere Abgeordneten jetzt daran arbeiten, die Europäische Union voranzubringen und dafür zu sorgen, dass dabei niemand zurückgelassen wird. Nur mit Leuten, die für Europa stimmen, können wir GEMEINSAM für ein soziales, fortschrittliches Europa arbeiten, das alle einbezieht, auf der Grundlage von Vielfalt, Freiheit, Solidarität, Gleichberechtigung und Gerechtigkeit.

Warum wählen wichtig ist

Warum war es wichtig, zur Wahl zu gehen?

Wir können die Demokratie nicht als selbstverständlich ansehen. Das Stimmrecht ist eine unserer wichtigsten Freiheiten als Einzelpersonen. Es stellt sicher, dass wir eine Stimme haben, und es sorgt dafür, dass unsere Stimmen gehört werden. Wir müssen uns für die Idee der Demokratie einsetzen, und eine der besten Möglichkeiten, dies zu tun, ist die Stimmabgabe bei Wahlen.

In einer immer stärker globalisierten Welt, wo wir mehr denn je grenzübergreifend miteinander verbunden sind, gibt es manche Probleme, die wir einfach nicht alleine lösen können. Das Brexit-Referendum hat gezeigt, dass wir die Europäische Union nicht als selbstverständlich ansehen können.

Was hat Ihre Stimme bewirkt?

Mit den Stimmen der Bürgerinnen und Bürger sind wir in der Legislaturperiode 2014-2019 Probleme wie die Jugendarbeitslosigkeit angegangen und haben dafür gesorgt, dass alle arbeitslosen Jugendlichen binnen vier Monaten nach Beginn der Arbeitslosigkeit oder nach dem Abschluss der formalen Bildung ein gutes Angebot für einen Arbeitsplatz, eine Ausbildung, ein Praktikum oder eine Lehre erhalten. Mit Ihren Stimmen haben wir auch dafür gesorgt, dass die Mobiltelefonkosten während eines Auslandsaufenthalts gesenkt wurden, dass Sie Online-Dienste auch im Ausland in Anspruch nehmen können, und dass Sie die Kontrolle über Ihre persönlichen Daten behalten. Dieses Mal werden wir noch mehr tun.

Die Europaabgeordneten der S&D Fraktion 2019-2024

Damit ist die Arbeit nicht beendet. In den nächsten fünf Jahren werden die Europaabgeordneten auf dem bisher Erreichten aufbauen und mit der neuen EU-Kommission sowie mit den Regierungen der Mitgliedsstaaten zusammenarbeiten. Sei es die Beseitigung der Kinderarmut, die Bekämpfung der Steuerhinterziehung, der Schutz der Umwelt oder die Bewältigung des Migrationsproblems – Ihre Stimme hat den Weg der EU bestimmt.

Mit der Unterstützung von Millionen von Bürgerinnen und Bürgern und mit 154 Abgeordneten sind wir die größte fortschrittliche Kraft im Europäischen Parlament. Iratxe García Pérez ist die Vorsitzende der Sozialdemokratischen Fraktion. In der Legislaturperiode 2019-2024 hat die S&D Fraktion 80 neue Mitglieder.

Anstehende Herausforderungen

Angesichts der anstehenden Herausforderungen in Europa müssen wir auf die alltäglichen Bedürfnisse der Menschen eingehen. Nationalismus und Extremismus sind in einer Reihe von EU-Ländern auf dem Vormarsch. Diese Bewegungen möchten das System erschüttern, bieten aber keine Lösungen. Sie wollen die Europäische Union nicht reformieren oder verbessern, sondern zerstören. Wir werden nicht zulassen, dass Nationalisten und Extremisten uns daran hindern, jenes Europa aufzubauen, das den Bedürfnissen unserer Bürgerinnen und Bürger gerecht wird. Wir werden ihnen nicht erlauben, zu zerstören, was wir GEMEINSAM erreicht haben.